Buchrezension, Lifestyle

„Feindliche Übernahme“ von Shane Kuhn

Ich liebe Krimis und Thriller über alles. Es geht doch wirklich nichts über eine wohl dosierte Prise Nervenkitzel am Nachmittag beim Schmökern auf der gemütlichen Couch. Wenn eine Geschichte dann auch noch mit ordentlich Humor gespickt wurde, dann ist das Buch für mich ein absoluter Volltreffer. Ich hatte bereits über das Erstlingswerk „Töte deinen Chef“ von Shane Kuhn gebloggt, der mittlerweile mit Dave Franco in der Hauptrolle verfilmt wurde. Der Drehbuchautor und Creative Director Shane Kuhn hatte in „Töte deinen Chef“ seine Liebe zu Krimis in einen lebhaften und unterhaltsamen Thriller gepackt, in dem sich der Unternehmens-Günstling und Firmenpraktikant John Lago in Wirklichkeit als ein knallharter Auftragsmörder herausstellt. Jetzt geht die Geschichte mit schwarzem Humor weiter und der Autor kehrt mit seinem neuen Thriller mit John Lago zurück. Heute möchte ich euch den Roman „Feindliche Übernahme“ von Shane Kuhn vorstellen, welcher beim Dumont-Verlag erschienen ist.

Toller Agententhriller mit Witz von Shane Kuhn

 

Zweiter Krimi von Shane Kuhn

Der Auftragsmörder John Lago heiratet in „Feindliche Übernahme“ kurzerhand seinen gefährlichsten Gegner: er steckt seiner ehemaligen Erzfeindin Alice den Ehering an den Finger. Das wohl beste Hochzeitsgeschenk machen sich die zwei Turteltäubchen wohl selbst, indem sie ihren gemeinsamen Chef töten und den Laden nun einfach selbst übernehmen.

„Human Resources Inc.“ ist dafür verantwortlich, dass als Praktikanten getarnte Profikiller in Firmen eingeschleust werden, um dort hochrangige Zielpersonen auf effektive und elegante Weise zu beseitigen. Denn ein völlig unwichtiger Praktikant fällt in einer großen Firma überhaupt nicht auf und keine Menschenseele erinnert sich nach einem Mord an ihn.

John und Alice` feindliche Übernahme scheint zunächst wunderbar zu funktionieren. Jedoch ist es immer schwierig für Paare das Geschäftliche und Private unter einen Hut zu bekommen. Wenn man auch noch jobtechnisch zusammenarbeitet, wird alles kompliziert. Was zu einer guten Ehe und geschäftlichen Partnerschaft gehört, ist nämlich primär das Vertrauen und jenes zählt bekanntlich am wenigsten zu den Charaktereigenschaften eines professionellen Killers.

Tödliches Katz-und-Maus-Spiel

In dieser urkomischen Krimi-Komödie entspinnt sich nach und nach ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel. John und Alice sind ein schönes und reiches Traumpaar. Jedoch wird ihre Beziehung durch die Arbeit als Auftragsmörder immer mehr strapaziert und es kommt auch zu Schwierigkeiten, weil beide die Chefs ihres „kleinen Dienstleistungsunternehmens“ sind. John und Alice wittern bald gegenseitigen Verrat und ein rasanter und tödlicher Rosenkrieg à la „Mr. & Mrs. Smith“ nimmt seinen Lauf.

Der Roman ist actionreich und extrem witzig geschrieben. Das Buch ist darum für jeden, der schwarzen Humor liebt, wie gemacht: es ist blutig, spannend und extrem unterhaltsam. Der Thriller bietet dem Leser eine perfekte Mischung aus Slapstick, und jede Menge abgefeuerter Kugeln.

Shane Kuhn schrieb Agententhriller mit Witz

 Jeder der den Vorgänger „Töte deinen Chef“ gelesen hat, wird die Fortsetzung „Feindliche Übernahme“ regelrecht verschlingen. Der Autor ist übrigens als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig und einer der Mitbegründer des „Slamdance Film Festivals“. Er ist kein Autor, welcher einen“0815-Agententhriller“ schreibt, Shane Kuhn nutzt seine sprachlichen Talente gekonnt, um dem Leser die Leidenschaft hinter der Berufung „Auftragsmörder“ logisch und nachvollziehbar zu erörtern.

 Bei Dumont erschien der erste Roman „Töte deinen Chef“ im Jahre 2014. Sein neuer Roman „Feindliche Übernahme“ wurde von David Hauptmann übersetzt und ist seit dem 21.03.2017 broschiert erschienen.

 
Toller Agententhriller mit Witz von Shane Kuhn

 

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2 Comments

  • Reply TiaMel März 27, 2017 at 11:19 am

    Hört sich interessant an, ich lese in letzter Zeit wieder zu wenig 😀

    Lieber Gruß ♥

  • Reply Sarah-M. März 27, 2017 at 7:24 pm

    Das klingt ziemlich gut 😀
    Liebe Grüße
    Sarah

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