Japan und Katzen – zwei Leidenschaften, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so viel miteinander zu tun haben und in Japan doch erstaunlich oft aufeinandertreffen. Wer durch Tokio schlendert, in kleinen Geschäften nach besonderen Mitbringseln sucht oder sich für die japanische Kawaii-Kultur begeistert, begegnet Katzen praktisch überall. Mal schauen sie als niedliche Figuren von Verpackungen, mal tauchen sie als Glücksbringer auf und manchmal werden sogar Speisen so kunstvoll angerichtet, dass aus Reis, Teig oder Süßigkeiten kleine Katzengesichter entstehen. Gleichzeitig gehört die Liebe zum schönen Anrichten fest zur japanischen Esskultur. Besonders bei Bento-Boxen zeigt sich, wie aus wenigen Zutaten kleine kulinarische Kunstwerke entstehen können. Genau an dieser Schnittstelle zwischen japanischer Küche, Kreativität und Katzenliebe setzt Laure Kié mit ihrem Kochbuch I love cats and Japan – Schnurrend lecker: Bento, Sweets & Herzhaftes im Katzendesign an.
Thank you for reading this post, don't forget to subscribe!Das im Juni 2026 im Südwest Verlag erschienene Buch ist dabei weit mehr als ein klassisches Kochbuch über japanische Küche. Laure Kié verbindet japanisch inspirierte Rezepte mit einer verspielten Idee: Katzen werden zum wiederkehrenden Motiv auf dem Teller. Aus Onigiri, Gyoza, Mochi und anderen Leckereien entstehen kleine essbare Katzen, die beinahe zu niedlich aussehen, um sie tatsächlich aufzuessen. Wer Japan liebt, sich für Kawaii Food begeistert und gleichzeitig ein Herz für Katzen hat, dürfte sich deshalb schon beim Durchblättern des Buches zu Hause fühlen.
Laure Kié selbst bringt für dieses ungewöhnliche Konzept einen passenden persönlichen Hintergrund mit. Die Kochbuchautorin wurde in Tokio als Tochter einer japanischen Mutter und eines französischen Vaters geboren und ist seit ihrer Kindheit mit der japanischen Esskultur vertraut. Japanische Küche bedeutet für sie deshalb nicht nur Sushi oder Ramen, sondern eine große Vielfalt an Aromen, Zutaten, Zubereitungsarten und Traditionen. Dieses Wissen hat sie bereits in verschiedenen Kochbüchern vermittelt. Mit I love cats and Japan zeigt sie nun eine besonders verspielte Seite der japanischen Küche.
Japanische Rezepte bekommen Katzenohren
Das Besondere an I love cats and Japan steckt bereits im Titel. In diesem Kochbuch geht es nicht darum, japanische Gerichte möglichst nüchtern oder traditionell zu präsentieren. Stattdessen dürfen Reis, Teig und Süßigkeiten plötzlich Augen, Schnurrhaare und Katzenohren bekommen. Laure Kié zeigt, wie sich verschiedene Gerichte mit etwas Geschick in kleine Katzen verwandeln lassen.
Dabei beschränkt sich das Buch nicht auf eine bestimmte Art von Speisen. Herzhafte Gerichte finden ebenso ihren Platz wie kleine Snacks und Süßigkeiten. Onigiri, Gyoza und Bento-Ideen treffen beispielsweise auf Kekse und andere süße Kreationen. Auch eine Katzen-Sushi-Platte, ein Tonkatsu-Burger oder ein Soboro-Bento gehören zu den Ideen des Buches. Selbst ein Matcha Latte lässt sich in das verspielte Katzenkonzept integrieren.
Gerade diese Mischung macht den Reiz aus. Man muss kein Profi in der japanischen Küche sein, um Freude an den Ideen zu haben. Gleichzeitig bekommen Menschen, die bereits häufiger japanisch kochen, neue Inspiration dafür, bekannte Gerichte einmal vollkommen anders anzurichten.
Kawaii Food und die japanische Liebe zum Niedlichen
Wer sich mit Japan beschäftigt, kommt am Begriff „Kawaii“ kaum vorbei. Das japanische Wort lässt sich ungefähr mit „süß“ oder „niedlich“ übersetzen, beschreibt aber längst ein kulturelles Phänomen, das weit über Plüschtiere und Comicfiguren hinausgeht. Kawaii begegnet einem in Japan in Mode, Werbung, Alltagsgegenständen und eben auch beim Essen.
Besonders eindrucksvoll lässt sich das bei sogenannten Character Bentos beobachten. Bei diesen kunstvoll gestalteten Bento-Boxen werden Reis, Gemüse, Nori und andere Zutaten so angeordnet, dass daraus Tiere, Figuren oder kleine Gesichter entstehen. Das Mittagessen wird dadurch zu einer kleinen Leinwand.
Genau diese spielerische Herangehensweise greift Laure Kié in I love cats and Japan auf. Die Optik ist nicht bloß Dekoration neben dem eigentlichen Rezept, sondern ein wichtiger Teil der Idee. Essen soll schmecken, aber gleichzeitig Freude machen und schön aussehen.
Katzen eignen sich dafür natürlich besonders gut. Schon zwei kleine Ohren, Augen und ein paar Schnurrhaare reichen aus, um aus einem gewöhnlichen Reisbällchen plötzlich eine kleine Katze entstehen zu lassen. Das klingt zunächst einfach, kann beim Anrichten aber erstaunlich kreativ werden.
Bento trifft Katzenliebe
Besonders gut funktioniert das Konzept bei Bento-Boxen. Die japanische Bento-Kultur lebt davon, verschiedene kleine Speisen kompakt und ansprechend miteinander zu kombinieren. Dabei spielen neben dem Geschmack auch Farben, Formen und die Anordnung der Zutaten eine wichtige Rolle.
Mit den Katzenmotiven bekommt dieses Prinzip noch eine zusätzliche spielerische Ebene. Ein einfaches Onigiri wird zum Katzengesicht, verschiedene Beilagen bilden die Umgebung und aus einer Mahlzeit entsteht beinahe eine kleine Szene. Gerade für Menschen, die gerne kreativ kochen oder ihr Essen fotografieren, bietet das viele Möglichkeiten.
Dabei muss natürlich nicht jedes Bento perfekt aussehen. Gerade das Ausprobieren dürfte einen Teil des Vergnügens ausmachen. Und vielleicht bekommt die erste selbst gemachte Reis-Katze eben etwas schiefe Ohren. Sympathischer kann ein Mittagessen eigentlich kaum werden.
Wer ist Laure Kié?
Laure Kié beschäftigt sich seit vielen Jahren mit japanischer Küche und hat bereits zahlreiche Bücher zu diesem Thema veröffentlicht. Durch ihre japanisch-französische Herkunft verbindet sie unterschiedliche kulinarische Einflüsse miteinander und vermittelt japanische Küche auf eine zugängliche Art.
In I love cats and Japan steht allerdings nicht die möglichst umfassende Erklärung der japanischen Küche im Mittelpunkt. Das Buch konzentriert sich vielmehr auf die kreative und verspielte Seite des Kochens. Damit unterscheidet es sich von klassischen Grundlagenwerken über Sushi, Ramen oder traditionelle japanische Gerichte.
Das Buch umfasst 128 Seiten und erschien am 17. Juni 2026 im Südwest Verlag. Der vollständige Titel lautet I love cats and Japan – Schnurrend lecker: Bento, Sweets & Herzhaftes im Katzendesign. Die deutsche Ausgabe wurde von Antje Seidel übersetzt und trägt die ISBN 978-3-517-10496-6.
Ein Kochbuch für alle, die Japan und Katzen lieben
Natürlich muss man keine Katze besitzen, um Freude an diesem Buch zu haben. Die Kombination aus japanischer Küche und niedlichem Food Design macht I love cats and Japan auch für Bento-Fans und Menschen interessant, die gerne ungewöhnliche Rezepte ausprobieren.
Für Katzenliebhaber hat das Konzept allerdings einen ganz besonderen Charme. Schließlich gibt es unzählige Bücher über Katzen und mindestens ebenso viele Kochbücher über Japan. Ein japanisches Kochbuch, in dem sich nahezu alles um kleine essbare Katzen dreht, begegnet einem dagegen nicht jeden Tag.
Auch als Geschenk ist I love cats and Japan deshalb eine schöne Idee. Besonders Menschen, bei denen sich Japanliebe und Katzenliebe überschneiden, dürften schon beim Titel wissen, dass dieses Kochbuch ziemlich genau für sie gemacht wurde.
Fazit: I love cats and Japan von Laure Kié
Mit I love cats and Japan verbindet Laure Kié japanische Rezepte mit Kawaii-Kultur und einer großen Portion Katzenliebe. Statt eines klassischen Japan-Kochbuchs entsteht eine verspielte Sammlung aus Bento, herzhaften Gerichten und süßen Kleinigkeiten, bei denen Katzen immer wieder die Hauptrolle übernehmen.
Das Buch zeigt zugleich eine Seite der japanischen Esskultur, bei der nicht nur entscheidend ist, was auf den Teller kommt, sondern auch, wie es dort aussieht. Essen darf kreativ sein, Geschichten erzählen und manchmal einfach niedlich sein.
Wer japanische Küche liebt und bei Katzenohren, kleinen Pfoten und Schnurrhaaren ohnehin nicht widerstehen kann, findet in I love cats and Japan jede Menge Inspiration für die eigene Küche. Und spätestens wenn das erste selbst gemachte Katzen-Onigiri auf dem Teller sitzt und einen mit seinen Nori-Augen anschaut, könnte nur noch ein Problem bleiben: Es sieht eigentlich viel zu süß aus, um es aufzuessen.
*Dieser Blogpost enthält Werbung und ist zudem in freundlicher Zusammenarbeit mit Random House entstanden.










