Gesichtspflege
Beauty

Die perfekte Gesichtspflege für jeden Hauttyp – Inhaltsstoffe und Kombinationsmöglichkeiten

Das Gesicht ist der ausdrucksstärkste Teil unseres Körpers. Daher ist es quasi unsere Visitenkarte, an der andere auf einem Blick ihre Einschätzung zu unserer Gemütsverfassung, unserem Gesundheitszustand oder unserem Alter festmachen. Besonders „verräterisch“ wird die Gesichtshaut dadurch, dass ihre äußerste Schicht beziehungsweise Epidermis deutlich dünner ist, als die vieler anderer Hautpartien. Vor allem um die Augen herum ist sie äußerst empfindlich. Schon einen harten Arbeitstag oder eine unruhige Nacht kann sie mit Müdigkeits-Fältchen quittieren.

Hinzu kommt, dass die Gesichtshaut praktisch immer Umwelteinflüssen von Schadstoffen in der Luft bis hin zur UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt ist. An einer geeigneten Gesichtspflege geht also kein Weg vorbei. Um aber aus dem riesigen Angebot die richtige Wahl treffen zu können, solltest du die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen kennen. Außerdem sollte die Gesichtspflege deinem individuellen Hauttyp entsprechen sowie eine sinnvolle Kombination an Wirkstoffen bieten.

 

Was muss in einem Pflegeprodukt fürs Gesicht wirklich drin sein?

In Gesichtspflege-Artikeln können sehr verschiedene Inhaltsstoffe enthalten sein. Die INCI-Datenbank (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients), in der alle diese Stoffe aufgelistet sind, umfasst mehrere tausend Eintragungen. Einige davon kommen in den Produkten allerdings sehr häufig vor. Das gilt vor allem für eine Gruppe bestimmter Vitamine. So unterstützt Vitamin A mit dem Wirkstoff Retinol das jugendliche Erscheinungsbild deiner Haut, fördert ihre Elastizität, regt ihre Erneuerung an und bekämpft Unreinheiten sowie Fältchen. Die empfehlenswerte Retinol-Konzentration kann dabei im Einzelfall schwanken. Als starkes Antioxidans geht Vitamin C gegen freie Radikale vor. Ferner spielt Vitamin C eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Kollagen. Bei den B-Vitaminen lohnt sich ein Blick auf Vitamin B3 als Niacin oder Niacinamid sowie auf Vitamin B5 und dessen Vorstufen, einschließlich Panthenol. Sie haben eine regenerative Wirkung auf deine Haut und tragen durch eine Verminderung der Talgproduktion zu einer reineren Haut bei. Überdies verbessern sie die Hautschutzbarriere und beugen einem Feuchtigkeitsverlust deiner Haut vor.

Darüber hinaus findest du häufig Hyaluronsäure in Produkten für die Gesichtspflege. Dabei handelt es sich um einen körpereigenen Stoff, dessen natürliche Konzentration im Organismus mit zunehmendem Alter jedoch abnimmt. Hyaluronsäure ist feuchtigkeitsbindend, polstert die Haut auf und wirkt straffend auf das Bindegewebe. Damit fördert sie ein glattes, jugendliches Hautbild. Ceramide haben sich ebenfalls bewährt, wenn es um einen Schutz gegen Feuchtigkeitsverlust sowie Anti-Aging- Effekte geht. Dazu kommen verschiedene Fette beziehungsweise Öle wie Sheabutter, Aloe-Vera-, Oliven- oder Jojobaöl. Sie können in tiefere Hautschichten eindringen und dort intensiv feuchtigkeitsspendend wirken. Zusätzlich können ihre kurzen Proteinketten oder Peptide die Produktion von Kollagen ankurbeln und ihr Vitamin E schützt deine Gesichtshaut vor schädlichen Umwelteinwirkungen. Immer mehr Gesichtspflege-Artikel sind zudem mit einem Sonnenschutz ausgestattet. Er kann auf synthetischen Inhaltsstoffen beruhen, die sich bei einer eher unreinen Haut anbieten. Ein mineralischer Sonnenschutz dagegen kann bei empfindlicher oder dunkler Haut sinnvoller sein.

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Hauttyp und Wirkstoffkombinationen – darauf solltest du achten

Worauf es bei deiner Gesichtspflege konkret ankommt, hängt wesentlich von deinem Hauttyp ab. Bei einer normalen Haut sind die Feuchtigkeitsbalance, die Spannkraft der Haut sowie die Funktion der Talgdrüsen intakt. Hier solltest du darauf achten, feuchtigkeitsspendende Produkte mit moderatem Fettgehalt zu wählen und bei alkoholhaltigen Pflegemitteln vorsichtig zu sein. Trockener Haut gelingt es nicht, Feuchtigkeit in ausreichender Menge zu binden. Häufig, insbesondere bei reiferer Haut, nimmt auch die Talgproduktion ab. Für diesen Hauttyp darf die Gesichtspflege besonders fettreich und feuchtigkeitsspendend sein. Am Tag sollte der Schwerpunkt bei der Feuchtigkeitsversorgung liegen und in der Nacht sollten wertvolle Öle im Vordergrund stehen. Im Falle einer fettigen, öligen Haut dagegen sind fettarme Pflegeprodukte empfehlenswert. Kennzeichnend für eine Mischhaut ist, dass einige Teile des Gesichts wie Stirn, Nase und Kinn ölig glänzen, während andere, vor allem die Wangen trocken und fahl wirken. Hier ist es angebracht, für den öligen Bereich ein fettarmes und für den trockenen ein fettreiches, feuchtigkeitsspendendes Pflegemittel zu verwenden.

Natürlich kann deine Gesichtshaut noch mehr profitieren, wenn verschiedene Wirkstoffe zusammenkommen. Retinol beispielsweise lässt die Haut zwar elastischer, glatter und reiner werden, entfettet sie aber auch und kann sie austrocknen. Das kann eine zusätzliche Creme mit Hyaluronsäure verhindern. Des Weiteren ergänzen sich die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften der Hyaluronsäure hervorragend mit Vitamin C zur Förderung der Bildung von Kollagen und gegen oxidativen Stress. Während sich aber Hyaluronsäure und Ceramide mit fast allen infrage kommenden Wirkstoffen kombinieren lassen, solltest du Vitamin-C-haltige Gesichtspflegemittel nicht gemeinsam mit Retinol anwenden. Das kann die Haut reizen. Auch ist es möglich, dass Vitamin C seine Wirksamkeit einbüßt, wenn du es zusammen mit Niacinamid für die Hautpflege nutzt. Außerdem sollten weder Vitamin C noch Retinol mit Peeling-Mitteln wie Alpha-Hydroxysäure (AHA) oder Beta-Hydroxysäure (BHA) angewendet werden.

Alles, was du für deine Gesichtspflege brauchst

Für eine wirksame Gesichtspflege sind Inhaltsstoffe wie Vitamin A, Vitamin C, einige B-Vitamine, feuchtigkeitsspendende Stoffe wie Hyaluronsäure oder Ceramide und bestimmte Fette/Öle wichtig. Die konkrete Zusammensetzung für dich hängt von deinem Hauttyp ab. Dabei solltest du darauf achten, dass sich einige Wirkstoffe gut kombinieren lassen, andere aber besser nicht zusammenkommen sollten. Mit diesen einfachen Grundregeln hast du schon alles beisammen, was du benötigst, um ein individuell auf dich abgestimmtes Gesichtspflege-Programm zusammenzustellen.

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